Von Wien nach Budapest auf der slowakischen Seite der Donau
Es gibt nur einen Donauradweg von Wien bis 18km südlich von Bratislava bei Cunovo, wo er sich teilt. Hier haben Sie die Wahl zwischen dem linken (Slowakei) oder rechten (Ungarn) Donauufer. Der slowakische Radweg „endet“ bei Esztergom und alle weiteren Wege sind auf ungarischem Boden. Egal ob man die linke oder rechte Uferseite wählt.
Falls Sie zuerst die linke, slowakische Seite wählen, haben Sie trotzdem viele Möglichkeiten die ungarische Seite zu besuchen oder sogar ganz zu wechseln.
Kurz nach Cunovo, auf dem slowakischen Weg (wo die Wege sich trennen), ist ein Kunstmuseum, das auf drei Seiten von Wasser umgeben ist. Ein guter Platz, um eine Pause einzulegen. Das ist die Stelle, wo mehr als 90% des Donauwassers in den künstlichen See hinter dem riesigen Kraftwerk bei Gabcíkovo umgeleitet wird.
Bei Gabcíkovo überqueren Sie genau bei diesem Kraftwerk die Donau, um auf das linke Ufer zu kommen. Gleich danach, rechts, führt der Radweg auf dem Damm weiter. Von hier ist es möglich, bis Radvan (kurz nach Komárno) immer auf dem Damm zu fahren. Im Reiseführer steht, dass man bei Medved auf die Straße wechseln muss, aber man kann genauso auf dem Damm bleiben. Nur, wenn man auf der Suche nach Essen oder Unterkunft ist, muss man ihn verlassen.
Falls Sie sich für Vögel interessieren, bringen Sie Ferngläser mit. Sie sind immer in Sichtweite der Donau und außerdem gibt es viele Teiche und Donauarme, die eine reiche Vogelvielfalt ermöglichen. Viele Donaustrände laden zum Verweilen und Schwimmen ein.
Es gibt mehr Möglichkeiten zum Übernachten als im Reiseführer angegeben sind. Geschäfte sind auch am Samstags und Sonntag offen und daher ist die Besorgung von Proviant in Orten ohne Restaurants kein Problem.
Noch ein Hinweis bezüglich des Radwegs auf dem Damm. Er besteht entweder aus fest gepackter Erde oder Schotter. Stellenweise ist dieser Schotter tief. Es ist allerdings immer möglich den unangenehmen Stellen auszuweichen, indem man rechts oder links vorbeifährt. Zusätzlich kann man zwischen dem Damm und der Donau auf eine Erdstraße mit weniger Schotter ausweichen.
Ungefähr 17 km vor Stúrovo/Esztergom muss man wieder auf die Straße.
Meiner Meinung nach ist Esztergom eines der Highlights dieser Reise. Es ist sehr schön auf einer Terrasse zu sitzen, auf die Donau hinunterzuschauen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Am Radweg von Esztergom weg nimmt man, kurz nach Visegrad, eine Fähre nach Szentendrei Sziget. Leider hat der Straßenverkehr seit der Eröffnung der Brücke in Tahitótfalu zugenommen, aber der Weg über die Insel ist totzdem der Bundesstraße 11 vorzuziehen.
Ich bin nie nach Esztergom auf dem Radweg am linken Ufer geradelt und habe auch nie mit anderen gesprochen, die ihn kennen. Falls Sie dort fahren, wäre ich über einen Erfahrungsbericht sehr dankbar.
Bald nach Verlassen der Fähre bei Szigetmonostor gelangen Sie nach Szetendre. Szetendre ist trotz seiner touristischen Aufmachung einen Besuch wert.
Bald nachdem Sie Szetendre verlassen, beginnen Sie sich Budapest zu nähern. Ich habe mich jedes Mal verfahren. Die Wegbeschreibung im Bikeline Führer ist zwar gut, aber ständig wechselnde Baustellen und Umleitungen des Radwegs machen es schwierig sich nicht zu verfahren.
Falls Sie vorhaben Ihr Rad in Budapest zu behalten und mit dem Zug zurück mitzunehmen, ist es eine Überlegung wert, den Rat im BikeLine zu befolgen und in Bekasmegyer die Schnellbahn zu nehmen.
Eine Ihrer ersten Taten in Budapest sollte die Besorgung Ihrer Zugkarte nach Wien sein.
Falls Sie vorhaben in Budapest Ihre Räder bei unserem Partner abzugeben, würde ich Ihnen empfehlen, über die Margit hid / Brücke am Ende der Margit Insel zu fahren. Auf der anderen Seite sind es nur 10 bis 15 Minuten bis zu Absolute/Yellow Zebra Tours. |